Mein abgefahrener Sommer…

Vor ein Paar Wochen war die liebe Mel bei mir zu Besuch in Dresden. 21 Tage, 21 Städte und 21 verschiedene Gastgeber war ihr Plan. Ich war mit Dresden ihre erste Anlaufstelle und hatte eine Menge Spaß. Wir haben eine Kutschfahrt durch die Altstadt gemacht, sind in Loschwitz mit der Schwebebahn gefahren und konnten bei fast 30 °C den Abend in der Neustadt und an der Elbe ausklingen lassen. Jetzt muss gevotet werden! Bitte macht bei dem Voting mit und zeigt, wie schön Dresden ist! https://www.meinabgefahrenersommer.de/ugc/mein-abgefahrener-sommer-in-dresden-tag-1/

Ein eingeweckter Leckerbissen…

Braune Soße, weiße Soße, gelbe Soße, rote Soße…ja sogar grüne Soße ist uns als Teil eines Essens geläufig…aber lila Soße?

Genau so staunte ich als ich mit einer Freundin in der Dresdener Neustadt unterwegs war und mein Weg mich in die Kunsthofpassagen führte. Schon am Eingang deutete ein kleines Schild auf das Restaurant „Lila Soße“. Durch den Namen wurden wir neugierig und beschlossen einen Happen zu essen. Zuallererst wurden wir von der Bedienung sehr herzlich begrüßt. Dann ging unser Blick zur Theke, auf der alle möglichen Köstlichkeiten in kleinen Einweckgläsern standen und uns regelrecht anstrahlten. Ja wenn ich sage Köstlichkeiten, dann meine ich das auch so. Heidelbeer-Tiramisu, Panna Cotta, Rotebeetesalat, Hackbällchen, Käsespätzle und zahlreiche andere Gerichte waren in den Gläsern zu sehen. Vor lauter Auswahl fiel uns die Wahl sehr schwer, aber wir entschieden uns für die süßen Weckgläschen. Für mich gabs das Heidelbeere-Tiramisu, für meine Freundin ein Maronen-Topfenmousse mit schwarzen Johannisbeeren. Wir setzten uns an einen großen runden Holztisch und hatten eine sehr gute Wahl getroffen. Durch die Weckgläser waren die Portionen perfekt und das Essen war wirklich außerordentlich lecker und sah super aus. Die Location von der „Lila Soße“ passte perfekt zu dem Konzept der jungen deutschen Küche. Man fühlte sich gleich wohl und hatte das Bedürfnis nochmal zu kommen, um alle Weckgläschen auszuprobieren.

Es war eine schöne Abwechslung deutsche Küche in einer nicht allzu urigen Umgebung zu essen! Also jeder der an den Kunsthofpassagen in der Alaunstraße 70 mit einem knurrenden Magen vorbei läuft sollte das Restaurant „Lila Soße“ im „Hof der Fabelwesen“ auf jedenfall ausprobieren. Geht rein und lasst euch das Einwecken schmecken!

Eure Maultasche

Restaurant Lila Soße

Einweckgläser voller leckerer Dinge

Restaurant Lila Soße

Zurück ins Jahr 1895…

Was war 1895 fragen sich wahrscheinlich die meisten. Seit ich in Dresden bin begegne ich dieser Jahreszahl immer wieder. Klar ist es das Jahr in dem die erste Biennale in Venedig eröffnet wurde oder Theodor Fontanes Effie Briest erschien, aber hier in Dresden?

Als erstes fiel es mir in meinen eigenen vier Wänden auf. Das Haus wurde 1895 erbaut. Dann zog es mich bei einem Ausflug nach Loschwitz. Dort sind die Dresdner Bergbahnen, die  Schwebebahn und die Standseilbahn. Beide stammen aus dem Jahr 1895 und beide sind einen Ausflug wert.

Die Standseilbahn fährt für 4,- in den Stadtteil Weißer Hirsch und zum Luisenhof, der leider momentan geschlossen ist, aber eine der besten Aussichten über Dresden bietet. Der Weiße Hirsch war eine alte Schenke, nach der der Stadtteil benannt wurde. Neben einer Sternwarte, Manfred von Ardennes Haus und zahlreichen kleinen Läden, wie Boutiquen, Antiquitäten, und Wohnaccessoires erstrecken sich wunderschöne Villen über den Berg.

Die Schwebebahn sticht schon am Eingang hervor. In goldener Schrift aus dem Jugendstil lädt sie ein auf eine Fahrt von Unterloschwitz nach Oberloschwitz. 5,- kostet Berg- und Talfahrt. Aber allein wegen dem Ausblick auf dem Turm lohnt sich der Spaß. Oben angelangt kann man einen schönen Spaziergang durch das Viertel machen. Die Aussicht ist überragend, da man bis in die sächsische Schweiz sehen kann und durch Fotos erklärt wird welche Sehenswürdigkeiten man sehen kann. Beispielsweise das Blaue Wunder, das sich am Fuß der Bergbahnen über der Elbe befindet.

Alles in Allem, wer Dresden von oben sehen will, sollte die Bergbahnen beim Blauen Wunder aufjedenfall ausprobieren. Es lohnt sich…und was es mit der Zahl 1895 auf sich hat, ich werde die Augen offen halten.

Eure Maultasche

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Blaues Wunder

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Unterloschwitz

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Schwebebahn

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Standseilbahn

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Schriftzug Schwebebahn

Elbschlösser an Ostern…

Voller Sonnenschein erblühte der Ostersonntag hier in Dresden. Deswegen trieb es mich auch zum Osterspaziergang zu den Elbschlössern: Schloss Albrechtsberg, Schloss Eckberg und Lingnerschloss. Ganz einfach mit der Linie 11 zu erreichen ragen diese unglaublichen Bauwerke am Elbhang an der Bautznerstraße empor.

Wir starteten bei Schloss Albrechtsberg, das mit seiner klassizistischen Architektur und seinen Goldornamenten sehr prunkvoll am Hang steht. Der Ausblick über Dresden war toll. Man konnte bis zur Frauenkirche und zum Stadion blicken und sogar noch weiter. Durch den Hofgarten führte unser Weg dann zum nahe gelegenen Lingnerschloss. Dort rasteten wir mit Brezel und Bier, was mich stark an meine Heimat Süddeutschland erinnerte. Auch als gebürtige Stuttgarterin konnte man parallelen zwischen den beiden Städten erkennen…Weinberge, Hügel und viel grüne Fläche waren hier die Hauptmerkmale. Nachdem wir die Aussicht genossen hatten war das letzte, das einzige private Schloss das Ziel…Schloss Eckberg. Zunächst verliefen wir uns im Gestrüpp, auf Parkplätzen, an kleinen Tümpeln….aber dann waren wir da. Nur für Hotel- und Restaurantgäste war es zugänglich, aber trotzdem erhaschten wir einen kleinen Blick. Und es war wunderschön! Blumen über Blumen und so viel Platz um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

 

Also…wer nach Dresden kommt, muss unbedingt die Elbschlösser anschauen. Wo gibt es sonst auf der Welt drei Schlösser nebeneinander?

 

Eure Maultasche

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Auffahrt Schloss Albrechtsberg

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Aussicht von Schloss Albrechtsberg

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Schloss Albrechtsberg

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Garten von Schloss Eckberg

Gaumenschmaus im Genuss-Atelier…

Was hat ein Atelier mit Essen zu tun? Ganz einfach…die Definition von Atelier besagt es ist die Werkstatt für Kreatives und das trifft auch eindeutig auf das Restaurant Genuss-Atelier in der Bautzner Straße 149 zu.

Zu meinem Geburtstag wollte ich etwas Besonderes und das bekam ich auch. Von Außen unscheinbar, übertraf das Genuss-Atelier all meine Vorstellungen von gutem Essen. In einem modernen Gewölbekeller überzeugt das, mit warmen Licht und mehreren dekorativen Bildern, ausgestattete Restaurant. Nachdem wir zu Tisch gebeten wurden, waren wir von dem Konzept ganz hin und weg. Detailverliebt ist wahrscheinlich das richtige Wort, um auszudrücken was uns allen im Kopf durchging. Das fing schon dabei an, dass der reservierende Name auf einer kleinen Staffelei die auf dem Tisch ihren Platz hatte, geschrieben war. Schnell wurden wir bedient und auch hier merkte man schnell, dass es sich um aufmerksames, top ausgebildetes und sehr freundliches Personal handelte.  Von Weinkenntnissen bis hin zu Hilfestellungen beim Essen, das Team vom Genuss-Atelier kann man nur loben.

Nachdem wir uns nach einigem hin und her endlich für eine Hauptspeise entscheiden konnten , bekamen wir zwei leckere Brotkörbe mit Butterschaum als kleine Vorspeise. Dann war es so weit…die Speisen kamen und ich muss wirklich sagen, das Restaurant trägt den Namen von einem Atelier nicht umsonst. So liebevoll dekorativ, mit kleinen Details kann deutsche Küche aussehen. Ich hatte Kalbsbäckchen mit Petersilienwurzel…und ja auch Petersilienwurzel kann man schön zubereiten.  Es war unglaublich schmackhaft und wundervoll angerichtet. Die Preise sind klar ein wenig teurer, aber als Genießer oder als jemand der einer werden will, ist man hier bestens aufgehoben und es ist es wirklich wert.

Abschließend ist zu sagen:

Top Essen, top Bedienung und wirklich top Location. Ich komme gerne wieder und freue mich schon jetzt was dann auf den Teller gezaubert wird.

Eure Maultasche

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Das Genuss-Atelier von Außen….nicht dran vorbeifahren. Anhalten, Aussteigen, Ausprobieren!!!!

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Neu interpretierter Kleckselkuchen

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Die Köche Marcus und Martin bei der Zubereitung eines Kunstwerks

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Rote Bete mit Hüttenkäse

Genuss-Atelier_Innen-Panorama

Der Gewölbekeller des Genuss-Ateliers

Was zur Hölle ist eine Lullerpuppe…

Wo fangen Sprachbarrieren an? Ganz eindeutig im eigenen Land. Als ich nach Dresden zog, war es schon unheimlich eigenartig den neuen Dialekt zu hören. Sonst war es immer sehr fern und nun waren nicht mehr Spätzle, Maultäschle und Wienerwürschtle an der Tagesordnung, sondern andere Wörter, wie Schwammtutte, Äbberbabbe und Bummbl, bekamen meine Aufmerksamkeit. Vor allem begeisterte mich das Wort Lullerpuppe. Mein Freund nannte mich des Öfteren so und ich hatte keine Ahnung was es bedeutete. Bis er mir das Synonym Weichei  bzw. sich einpinkelnde Puppe als Hilfe gab. Hin -und hergerissen ob ich lachen oder weinen sollte, entschied ich mich es positiv zu sehen und weitere Worte zu hinterfragen. Am meisten hatte ich aber Schwierigkeiten mit der Sprachbarriere beim essen. Heißt es nun Eierkuchen, Berliner, Pfannkuchen…??? Bis jetzt habe ich Angst etwas falsches zu bestellen.

Kunst für den Anfang…

Was tun an regnerischen Tagen? Als studierte Kunsthistorikerin steht natürlich ein Museum an oberster Stelle. Gesagt getan. Mein erstes Opfer war das ALBERTINUM der Staatlichen Kunstsammlung Dresden. Schon allein der Eingangsbereich überzeugte mit seinen zahlreichen Skulpturen und Figuren. Ich sah mir zunächst die Skulpturensammlung an. Vor allem stachen hier die Arbeiten von Tony Craig ins Auge. Ein riesiger Würfel, zusammengepresst aus verschiedenen Alltagsgegenständen, war mein Favorit. Danach verschlug es mich in die Galerie Neue Meister. Hier waren zahlreiche Werke von Monet, Degas und auch Richter vertreten. Überzeugt hatte mich der Aufbau sehr. Es war strukturiert und auf eine bestimmte Weise thematisch geordnet. Also jeder der kunstbegeistert ist, oder es noch werden will….schaut euch die Ausstellungen an! Es lohnt sich!!!

Auf dem Weg in die Neustadt…

Als Ex-Berlinerin zog es mich nach meiner Ankunft in Dresden natürlich in die Neustadt. Kommend von Johannstadt, trafen nach Überqueren der Brücke für mich zwei Welten aufeinander. Plötzlich ist jede Häuserfassade vollgesprayed, coole Graffities verzieren die von Stuck besetzten Häuserfassaden. Auffallend war die Ähnlichkeit zu Berlin-Friedrichshain, seien es die Läden, die Graffities oder die kleinen Kneipen. Wer shoppen gehen will, weit weg von Mainstreamläden, ist hier genau richtig. Alles um die Alaunstraße ist sehenswert!